1989 – als „alles“ begann

10.000 km ostwärts.

Eine Reise durch das beginnende 1989 …

Die Idee, mit der Eisenbahn von Bonn nach Fernost zu fahren, hat mich im ersten Halbjahr 1989 ein Semester des Studiums gekostet. Zweieinhalb Monate dauerte die Reise selbst, drei Monate stand ich bei Daimler-Benz in Sindelfingen am Fließband, um das Geld dafür zu verdienen.

Das teuerste war dabei der Flug von sowjetisch Fernost nach und der Aufenthalt in Japan.

Den hier eingestellten Bericht habe ich im Spätsommer 1989 geschrieben, fotokopiert und an meine Freunde verschickt.

Ich habe den Bericht so belassen, wie ich ihn damals schrieb, an einigen Stellen aber eingefügt, was ich damals niemandem erzählen konnte und wollte. Dies betrifft meine Begegnungen mit den Freunden um die Charta 77 am 27. bis 30. Januar und am 22. März 1989 in Prag. Dies betrifft auch meine Begegnungen mit den Freunden um die Solidarnosc am 18. bis 20. März 1989 in Warschau. Die DDR durfte ich damals noch immer nicht betreten.

Die heutigen Einfügungen habe ich in Kursivdruck als solche kenntlich gemacht. Dort, wo die Namen im Text kursiv gedruckt und mit einem Stern (*) versehen sind, hatte ich 1989 einen anderen Namen eingesetzt. Es war ja erst am Vorabend des Zusammenbruchs des Sowjetimperiums.

Nichts von dem, was 1989/90 in der DDR geschehen ist, hätte geschehen können ohne das, was ringsum geschah.