Neues von der Ostbeauftragten

Im Auftrag der Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer hat ein „Göttinger Institut für Demokratieforschung“ also eine Studie erstellt.

Ihr reißerischer Titel:

Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland

Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland (gibts auch als DOWNLOAD)

Mal abgesehen von der fragwürdigen Methodik der Studie …

Mal abgesehen davon deuten die linken Tagträumer auch die Mauer um, z.B. auf Seite 36:

>>Die ökonomische Auffrischungskur durch die VertragsarbeiterInnen war in den kriselnden 1980er Jahren für den SED-Staat eine bittere Notwendigkeit, „weil Rationalisierungs- und Modernisierungs-Maßnahmen zur Produktionssteigerung und Investitionen in effizientere Technologien […] nicht im erforderlichen Maße realisierbar waren“ (ebd.: 12), die sozialistischen PlanerInnen also auf die Vernutzung billiger Arbeitskraft bzw. auf extensiven Arbeitskräfteeinsatz setzen mussten –

zumal infolge der Ausreise in die BRD jedes Jahr tausende DDR-BürgerInnen im arbeitsfähigen Alter das Land verließen.

In der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Krise der 1980er Jahre, die Stagnation und teils einen sinkenden Lebensstandard bedeutete, richteten sich die auch von der SED-Führung instrumentalisierten Ressentiments und Stimmungen zuvorderst gegen die als „fremd“ stigmatisierten ausländischen Arbeitskräfte. Das in den bilateralen Verträgen mit den Herkunftsländern festgehaltene und von der SED immer wieder hervorgehobene Postulat, dass die ausländischen ArbeiterInnen nach zumeist fünf bis sieben Jahren wieder in ihre Heimat zurückreisen sollten, trug nach der Wende besonders zur Aggression aufseiten der einheimischen Bevölkerung bei.<<

Ja, da ist sie wieder, die Mär von denen, die einfach so „das Land verließen“ und die Legende der wackeren ehemaligen DDR-Grenzsoldaten. 

Die wollen uns ja glauben machen, die Mauer sei gestanden, um EINwanderung abzuwehren.

Dabei war es doch etwas anders und genau so wie Cesare de Becceria es 1764 beschrieb:

„Das Verbot, außer Landes zu gehen,“
„Das Verbot, außer Landes zu gehen, wird jeden Untertan nur noch lüsterner machen, genau dies zu tun. Sollte es ihm gelingen, kann er nie zurückkehren.
ES WIRD JEDEM FREMDEN EINE WARNUNG SEIN,
SICH IN EINEM SOLCHEN LAND NIEDERZULASSEN.“
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P.S.:
Es frage doch mal jemand den Hallenser SPD-Bundestagsabgeordneten Karamba Diaby, ob er vor 1990 auch nur einen Bruchteil eines Gedankens darauf verschwendete, in die DDR EINWANDERN und Bürger der DDR werden zu WOLLEN.